Aktienkultur: Deutschland – Land der Angsthasen

Haben wir eine Aktienkultur in Deutschland? „Wir kaufen Aspirin, kaufen den neuen 5er BMW, kaufen Retro-Turnschuhe mit drei Streifen, kaufen eine Woche Mallorca Halbpension, kaufen Persil, kaufen einen schicken Anzug aus Metzingen, kaufen Nivea-Creme, kaufen die „Bild am Sonntag“. Wir kaufen aber nicht die Bayer-Aktie, kaufen nicht die BMW-Aktie, kaufen nicht die Adidas-Aktie, kaufen nicht die TUI-Aktie, kaufen nicht die Henkel-Aktie, kaufen nicht die Hugo-Boss-Aktie, kaufen nicht die Beiersdorf-Aktie, kaufen nicht die Axel-Springer-Aktie.“

Mit diesen Zeilen begann unsere Kunden- und Investoren-Information vor genau drei Jahren. Seit August 2015 bis August 2018 ist der Deutsche Aktienindex (DAX) um ca. 20 % gestiegen. Es gab ordentliche Divdenden für die Anleger und natürlich auch reichlich Schwankung nach unten und oben. Das sind fast 7 % Rendite pro Jahr gewesen. Das Thema ist so aktuell wie vor drei Jahren.

Die Deutschen haben sich zwar in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg den Ruf des Sparweltmeisters erarbeitet – jedoch werden sie für die gigantische Fehlallokation ihres Sparvermögens belächelt. So konnte man die Zinsbesessenheit deutscher Sparer bis Ende 2008 noch verstehen, denn es gab ja noch Zinsen, auch wenn diese damals schon deutlich unter den langfristigen Renditen von Aktien lagen. Aber auch in den Nullzinsjahren, die nun schon ins zehnte Jahr gehen, legen deutsche Anleger immer noch mehrheitlich in Zinssparverträgen, Sparbüchern, Lebensversicherungen, Rentenpapieren, Schatzbriefen und Bausparverträgen an. Obwohl alle diese Anlagen nach Abzug von Kosten und Inflation SEIT JAHREN ein Verlustgeschäft sind. Aktuell liegt die jährliche Teuerungsrate bei ca. 2,1 %. Damit ist klar, dass die Deutschen ihr Geld „verbrennen“.

Das Schaubild zeigt eindrucksvoll die Wertentwicklung von Festgeld von 2012 bis heute nach Abzug der tatsächlichen Inflation. Es wurde ein Mittelwert der Festgeldkonditionen von 40 deutschen Banken herangezogen und die tatsächliche Inflationsrate abgezogen. Das Ergebnis ist Geldvernichtung von Jahr zu Jahr. Genaugenommen 0,86 % pro Jahr.

Mit solchen „Sparformen“ ist kein Vermögen aufzubauen. Die Deutschen müssten aber dringend echtes Vermögen aufbauen, denn die gesetzliche Rente reicht immer weniger. Trotz Steuer-subventionen in die Rentenkasse wird diese mittelfristig immer weniger an die Bürger auszahlen können, denn der demografische Wandel führt dazu, dass immer weniger Menschen einzahlen.
Fazit: Für einen langfristigen Vermögensaufbau kommt man an Aktienanlagen nicht vorbei. Breit global gestreut, achtsam verwaltet und regelmäßig auf den Prüfstand gestellt – so kann Vermögensaufbau mit all seinen Hochs und Tiefs gelingen.

 

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2018-08-29T11:47:20+00:00