Die Briten haben sich für den Brexit entschieden: sie möchten mehrheitlich in naher Zukunft aus der Europäischen Union austreten. Diese demokratische Entscheidung wird für Großbritannien und Europa tiefgreifende Veränderungen mit sich bringen. Großbritannien muss seine neue Rolle erst finden und sein Wirtschaftskonzept und seine Beziehung zum Kontinent neu verhandeln. Aber auch Europa muss seine Hausaufgaben machen und sich fragen, wieso es derzeit als unattraktiv angesehen wird. Wie am Ende eine mögliche neue Struktur (EU-Upgrade?) aussieht, ist ungewiss. Es ist ein Prozess, der gestaltet werden muss. Am Ende kann etwas Besseres als heute stehen.

Phasen von Unsicherheit, die der Brexit zweifelsohne auslöst, führen an den Börsen zu einer erhöhten Schwankung (Volatilität). Solide Substanzwerte verlieren überproportional an Wert, obwohl sich an der Geschäftslage der Unternehmen nichts geändert hat. An manchen Tagen kann sich sogar eine „Ausverkaufsstimmung“ an den Börsen breit machen.

In solchen Stressphasen im Markt gilt es, die Ruhe zu bewahren. Unsere Fondsmanager haben sich auf ein Brexit-Szenario vorbereitet und können nun planmäßig reagieren. Dabei werden sie vielleicht aus risikoreicheren Titeln aussteigen und in Qualitätstitel oder „Cash“ investieren, auch Gold kann eine Option sein. Niemand weiß, wann die Märkte wieder ins Plus drehen. Aber ein Fondsmanager ist hier nahe am Markt und fährt seine Aktienquote rechtzeitig wieder hoch, um den Aufschwung für den Fonds auszuschöpfen. „Sei ängstlich, wenn andere gierig sind, und gierig, wenn andere ängstlich sind.“ Dieses Zitat von Warren Buffet sollte man sich zu Herzen nehmen.

„Volatility is opportunity!“ – Schwankung ist Chance. Daher gilt in den nächsten Wochen: Ruhe bewahren, keine hektischen Umschichtungen vornehmen und ggf. die günstigeren Einstiegskurse zum Nachinvestieren nutzen. Vielleicht erleben wir ja sogar einen „Exit vom Brexit“, denn die Briten scheinen über ihr eigenes Ergebnis erschrocken zu sein. Darüber hinaus befindet sich die Weltwirtschaft nicht in einer schweren Krise sondern wächst zumindest langsam. Die niedrige Inflation und die Nullzinsen führen zu einem attraktivem Umfeld für Aktienanlagen und lassen Rentenanlagen als uninteressant erscheinen.

Viele Fondsmanager ergreifen jetzt die Gelegenheit und kaufen gute und hochwertige Aktien zu einem günstigen Preis am Markt. Wer jetzt und in den nächsten Wochen antizyklisch einkaufen will, dem seien unsere aktuellen Fondsempfehlungen für die Marktlage ans Herz gelegt.