Deutschland im Jahr 2017 in Schaubildern

Ein ereignisreiches und wahrlich nicht störungsfreies Jahr neigt sich dem Ende zu. Politische Eskapaden einiger Staatslenker führen fast täglich zu Verwunderung und heftigen Reaktionen in den Medien. Auch der Brexit, die Wahlen in den Niederlanden und Frankreich waren Themen, die die Märkte bewegten. Nicht zu vergessen die Spannungen um Nordkorea, die die Welt erschreckten. Auch die Flüchtlingspolitik mit all ihren Auswirkungen und Nebenwirkungen ist ein täglicher Begleiter in den Nachrichten geworden.

Auf der anderen Seite leben wir in einem der wohlhabendsten und sichersten Länder der Erde. Deutschland geht es trotz dieser Ereignisse und Entwicklungen sehr gut im Vergleich zur überwiegenden Zahl der Menschen weltweit. Wenn man die Nachrichten schaut könnte man meinen, in Deutschland gehen demnächst die Lichter aus. Danach sieht es aber überhaupt nicht aus, wenn man mal einen Blick auf die Zahlen wirft. Im Folgenden zeigen wir einige Schaubilder, die klar Deutschlands Stärke aufzeigen. Der Betrachter mag darüber streiten, ob es uns „trotz oder wegen“ der politischen Entscheidungen der letzten Jahre so gut geht.

Die deutsche Wirtschaft steuert wachstumsmäßig auf das beste Jahr seit 2011 zu. Das voraussichtliche Wachstum für 2017 wird 2,5 % betragen und stellt eine deutliche Beschleunigung zu 2016 dar, wo das Wachstum ordentliche 1,9 % betrug. Wichtige Konjunkturindikatoren sind nach wie vor gut, wenngleich eine leichte Abflachung zu erkennen ist.

Das Wachstum in Deutschland ist auch nicht mehr so stark exportgetrieben, wie früher. Es ist im Wesentlichen das Konsumverhalten der Deutschen, was das Wirtschaftswachstum treibt. Die Deutschen sind kauffreudig geworden. Bevor sie ihr Geld zinslos auf das Konto legen, konsumieren sie lieber.

Die Arbeitslosenquote ist auf einem historischen Tief und wir nähern uns der Vollbeschäftigung. In vielen Branchen, insbesondere im Handwerk ist der Fachkräftemangel inzwischen enorm. Viele Firmen im Mittelstand bewerben sich inzwischen bei ihren Lehrlingen, damit diese nach Abschluss der Lehre bleiben und nicht zum Mitbewerber abwandern.

Trotz der niedrigen Arbeitslosigkeit und des Fachkräftemangels ist die Lohnentwicklung bisher sehr moderat. Aus diesem Grund ist auch die Inflation nach wie vor sehr niedrig, denn einer der Haupttreiber von Inflation ist am Ende eine hohe Lohnentwicklung. In den letzten Jahren haben sich die Löhne nur 2 – 3 % pro Jahr entwickelt. Dies trägt im Ergebnis zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit von Deutschland bei.

Die Steuereinnahmen sprudeln in Deutschland und eine Entlastung der Bürger ist bei einer Neuauflage der GroKo mehr als unwahrscheinlich. Aus diesem Grunde ist die „schwarze Null“ trotz Rekordausgaben auch in den Jahren 2018 und 2019 möglich.

Die Aussichten bleiben gut. Die Prognosen für Deutschland deuten auf Stabilität und Wachstum. Aber am Ende bleiben es Prognosen. Wichtig wird, dass politische Reformen in Europa, insbesondere in Frankreich und Italien vorankommen. Denn wenn die Ungleichgewichte in der Europäischen Union zwischen den Ländern immer weiter zunehmen, dann ist das am Ende auch schlecht für Deutschland. Eine Lösung dieses Problems kann aber nicht allein dadurch gelöst werden, dass Deutschland gigantische Transfers in reformunwillige Länder durchführt, sondern dass die anderen Ländern beherzt Reformen angehen und wettbewerbsfähiger werden.

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2017-12-13T09:18:58+00:00