Die finanzielle Absicherung der Ruhestandsphase scheint für viele Menschen ein rotes Tuch zu sein. Anders ist nicht zu erklären, warum nur wenige Menschen ihren wirtschaftlichen Sachverstand schärfen, um die Fragen rund um den Vermögensaufbau zu beantworten. Mancher „delegiert“ seinen gesunden Menschenverstand daher lieber an Verkäufer von Finanzprodukten, die weniger die Altersvorsorge ihrer Mandanten sondern vielmehr ihr eigenes Provisionsinteresse im Vordergrund sehen. Ein schwerer und folgenreicher Fehler!

Neben der staatlichen Rente, ggf. weiteren Versorgungsansprüchen als Beamter oder Einzahlungen in berufsständische Versorgungswerke, kam vor einigen Jahren die „Riester-Rente“ auf den Markt. Eine kostenträchtige und renditearme Hommage an die Versicherungsindustrie. Inzwischen haben Versicherungsaktuare und Wirtschaftsjournalisten nachgerechnet, dass sich ein solcher Vertrag häufig nur lohnt, wenn man älter als hundert Jahre alt wird. Daher wollen wir das hier nicht näher vertiefen.

Vorliegend wollen wir Ihnen die Stärken eines einfachen Investmentfonds-Sparplanes vorstellen. Es handelt sich hierbei keinesfalls um „Raketenwissenschaft“, sondern um eine einfache und flexible Anlage in ein „Sondervermögen“, das insolvenzsicher und jederzeit verfügbar ist.

Wir unterstellen einen Arbeitnehmer oder Unternehmer, der monatlich 250,- EUR in einen bekannten Investmentfonds (im Beispiel Templeton Growth Fund) einzahlt – ein ganzes Arbeitsleben lang, vorliegend 30 Jahre. Da unser Anleger mit der Zeit besser verdient und er auch der Inflation trotzen will, haben wir die Sparplanrate in jedem Jahr um 3% erhöht. Im Ergebnis hat er nach 30 Jahren 142.726 EUR einbezahlt. Der Wert seines Fonds ist auf 469.779 EUR angestiegen. Dies entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Rendite von 7,9%. Die Zahlen variieren, je nachdem, welchen 30-Jahreszeitraum wir seit Auflegung des Fonds im Jahr 1954 nehmen. Eine rollierende Betrachtung dieser 60 Jahre in 30-Jahres-Zeiträumen zeigt eine durchschnittliche Rendite von 11,91% pro Jahr (!).

Hätte unser Anleger nicht die Fondsanlage gewählt sondern eine Lebensversicherung, wäre sein heutiges Vermögen 312.365 EUR, was einer Verzinsung von 5,43% pro Jahr entspricht. Bei einer Festgeldanlage wäre der Endbetrag 206.800 EUR, die Verzinsung läge bei 2,72% pro Jahr. Bei der Festgeld- und Versicherungsanlage ist noch zu berücksichtigen, dass in der Vergangenheit die Verzinsung von Festzinsanlagen deutlich höher war als heute. Wir glauben, dass die Zinsen auch in den nächsten Jahren noch sehr niedrig bleiben werden, so dass die ohnehin schon schlechten Ergebnisse bei der Versicherungs- und Festgeldanlage kaum zu verbessern sein dürften. Wertentwicklungen der Vergangenheit sind natürlich kein verlässlicher Indikator für die Zukunft! Dies gilt im Positiven, wie im Negativen. Daher sollten sie nicht alleiniger Maßstab für Investmententscheidungen sein.

Vergleich von Vermögensanlagen zum Vermögensaufbau.

Vergleich von Vermögensanlagen zum Vermögensaufbau.

Das Schaubild zeigt, dass der Aktienfonds-Sparplan den anderen Anlagen deutlich überlegen war – zudem ist er auch flexibler. Tägliche Verfügbarkeit, anders als bei Versicherung und Festgeld, ist selbstverständlich.

Fazit: Ein solcher Sparplan eignet sich auf Basis historischer Zahlen am besten, um sein Vermögen aufzubauen. Das Kaufen von Fondsanteilen jeden Monat zu guten und schlechten Kursen zahlt sich aus. Höhere Schwankungen sind bei einem Zeitraum von 30 Jahren sekundär.

Mit guter Beratung lässt sich das richtige Fondsportfolio finden, das zum jeweiligen Anleger passt. Zudem findet bei vielen unserer Kunden ein sogenanntes „Ablaufmanagement“ statt. Hier wird gegen Ende der Ansparphase, also einige Jahre vor Rentenbeginn die Aktien- und Risikoquote Schritt für Schritt gesenkt, indem die Fondsanteile in schwankungsärmere Anlagen, wie zum Beispiel Anleihen oder Geldmarktinstrumente, umgeschichtet werden. So ist in der Renten- und damit Entnahmephase sichergestellt, dass das Vermögen nicht zu stark schwankt.

Auch ist ein solcher Sparplan nicht nur für „kleine Leute“. Im Gegenteil: manche Kunden machen von diesem Instrument auch mit fünfstelligen Beträgen pro Monat Gebrauch. Warum sollen nicht auch Anleger mit hohem monatlichem Einkommen von den Vorteilen eines regelmäßigen Sparens profitieren?

Sparpläne lohnen sich auch für kürzere Zeiträume – fünf, zehn oder fünfzehn Jahre regelmäßiges Sparen zahlt sich aus.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann melden Sie sich bitte bei uns.