Der Fall Zypern hat gezeigt, dass Sparer über Nacht einen Großteil ihrer Bar- und Sichteinlagen verlieren können, wenn sie die Risiken ihrer Anlagen nicht kennen oder nicht verstehen.

Was sind „Bar- und Sichteinlagen“? Umfasst sind hiervon alle Giro- und Tagesgeldkonten und Anlagen mit einer Kündigungsfrist von weniger als einem Monat, also auch das Sparbuch. Rechtlich gesehen geben Kunden ihrer Bank einen Kredit, wenn sie ihr Geld in solche Anlageformen investieren, und die Bank gibt ein Versprechen, das Geld zum vereinbarten Zeitpunkt mit dem vereinbarten Zins zurückzuzahlen. Dabei zahlt sie nicht die erhaltenen Scheine zurück, denn sie legt das eingezahlte Geld nicht in den Tresor, sondern macht damit Geschäfte: Sie gibt zum Beispiel Kredite an Dritte oder investiert das Geld auf eigene Rechnung in riskante bis sichere Anlagen. Sofern die Bank zum vereinbarten Zeitpunkt der Rückzahlung nicht solvent ist, ist das Versprechen der Bank wertlos geworden. Das Geld ist weg.

Der Einlagensicherungsfonds, der geschädigte Anleger bis zu einer Höhe von 100.000,- EUR ausbezahlen soll, greift, „solange der Vorrat reicht“ und der Staat bereit ist Anleger zu entschädigen und damit die Einlagen „garantiert“. Eine solche Garantie erscheint uns wenig vertrauenerweckend.

Was können Anleger unternehmen, um sich vor Totalverlusten oder Ausfällen zu schützen?

Anleger sollten nicht jedem Zinsangebot von Banken mit schlechter Bonität oder zweifelhaftem Geschäftsmodell hinterherlaufen. Diese Banken bieten deshalb höhere Zinsen, weil sie ein höheres Risiko haben und nicht, weil sie etwas zu verschenken haben.

  1. Zertifikate, Aktien, Anleihen oder andere Inhaberschuldverschreibungen werden nicht durch den Einlagensicherungsfonds geschützt. Bei einer Insolvenz des jeweiligen Emittenten, d. h. des Herausgebers des Papiers, ist das Vermögen ungeschützt.
  2. Anleger haben Alternativen. Sie müssen nicht in Bar- und Sichteinlagen investieren. Sie können in ein sicheres „Sondervermögen“ investieren, das bei einer Bankenpleite verschont bleibt. Ein solches Sondervermögen ist zum Beispiel der „Investmentfonds“ (Näheres dazu weiter unten). Er ist in der Regel täglich liquide und ein rechtlich abgetrenntes Vermögen von Depotbank und Fondsgesellschaft. Ein Fonds hat immer den Wert, der der Summe seiner einzelnen Anlagen entspricht, ganz gleich, ob die Fondsgesellschaft oder die Depotbank insolvent ist.
  3. Auch vor dem Hintergrund, dass die Verzinsung von Bar- und Sichteinlagen so niedrig ist, dass nach Steuern und Inflation ein Minus (-) von 1 bis 3 % herauskommt, sollten Anleger Alternativen suchen. „Cash is trash (Bargeld ist Müll)“ – diese Aussage ist derzeit leider wahr.

Lösungsmöglichkeit Investmentfonds

Die Bezeichnung „Investmentfonds“ bzw. „Sondervermögen“ steht für die Gesamtheit der von Anlegern eingezahlten Gelder und der hierfür angeschafften Vermögenswerte. Mit dem Kauf von Anteilen an einem Investmentfonds wird der Anleger an dem Fondsvermögen (Inventar) beteiligt. Dieses Sondervermögen ist das Anlagekapital der Fondsanleger (und nicht irgendeiner Bank!) und ist – wie der Name schon andeutet – vom Vermögen der Investmentgesellschaft abzusondern. Dadurch ist jedes Sondervermögen sowohl von den Wertänderungen der anderen Fonds der Investmentgesellschaft als auch vor dem Zugriff der Investmentgesellschaft selbst oder ihrer Gläubiger (auch im Insolvenzfall) geschützt. Auch bei einer Insolvenz der Depotbank, die sämtliche Anteile für den Anleger verwahrt, bleibt das Sondervermögen geschützt. Die Fondsgesellschaft (Kapitalanlagegesellschaft) verwaltet das Sondervermögen im Auftrag der Anlegergemeinschaft.

Die Depotbank des jeweiligen Fonds (nicht die des Anlegers), führt das Konto mit Ausgabe und Rücknahme der Fondsanteile und ermittelt börsentäglich den Rücknahmepreis. Sie überwacht auch die Einhaltung der Anlagegrundsätze des Fonds. Die Depotbank selbst unterliegt in Deutschland der Kontrolle der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).

Mit diesem Wissen setzen vor allem große und professionelle Anleger weltweit auf Investmentfonds. Große Kapitalsammelstellen, Universitätsstiftungen, Versorgungswerke und ähnliche Einrichtungen vertrauen auf die Sicherheit der Investmentfonds. Keiner dieser Investoren legt das Anlegergeld in Festgeldern an und hüpft von Angebot zu Angebot.

In Deutschland gibt es über 10.000 zum Vertrieb zugelassene Investmentfonds. Über 9.000 davon sind für uns unbrauchbar, da sie eine unterdurchschnittliche Wertentwicklung aufweisen oder andere Nachteile haben, wie zum Beispiel ein zu geringes Volumen, zu hohe Kosten oder einen mittelmäßigen Fondsmanager.

Allerdings gibt es auch eine ausreichende Anzahl von hervorragenden Spitzenfonds von erstklassigen kleinen oder großen Investmentgesellschaften im In- und Ausland, die bisher gehalten haben, was sie versprechen. Das Auffinden solcher Investment-„Perlen“ ist unser Auftrag. Durch eine Vielzahl von Gesprächen mit Spitzenfondsmanagern auf der ganzen Welt sind wir in der Lage, wirklich gute Investmentideen zu identifizieren, um so den Mehrwert für unsere Kunden zu erzielen.

Haben Sie noch zinsloses Festgeld bei Ihrer Bank? Suchen Sie nach Konzepten für eine höhere Verzinsung Ihres Vermögens – nach Steuern und Inflation? Dann rufen Sie uns unverbindlich an.